Hoher Goldpreis lockt Betrüger: Bochumer verkauft für 100.000 Euro gefälschte Goldbarren

Auch echte Goldbarren werden nachgemacht

Ein 31jähriger aus Bochum/Witten glaubte den Stein der Weisen gefunden zu haben: Er eröffnete auf falsche Identitäten Konten und Packstations-Konten und verkaufte über Internet-Auktionsplattformen (wie z.B. Ebay) gefälschte Goldbarren, vornehmlich Goldbarren der Grösse 1 Gramm und 2 Gramm.

Nach Einschätzung der Polizei verkaufte er so Ware für über 100.000 Euro an unbedarfte Käufer. Die wertlosen Barren, die nicht aus Gold bestanden, verkaufte er unter verschiedenen Identitäten (allesamt falsche Namen) an die Käufer, die glaubten, ein besonderes "Schnäppchen" gemacht zu haben.

Die Bochumer Kriminalpolizei legte sich allerdings in der Post in Bochum (Wittener Straße) auf die Lauer und siehe da: Der Übeltäter lief ihnen genau in die Arme und wurde dann festgenommen. Bei einer anschliessenden Durchsuchung wurde umfangreiches und aufschlußreiches Beweismaterial gesichert, was der Polizei den Eindruck vermittelte, den "Richtigen" gefasst zu haben.

Der Beschuldige machte zunächst keine Angaben zur Sache, ließ sich durch einen Anwalt vertreten und wurde in Untersuchungshaft genommen.

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Anmerkung der Redaktion: Goldbarren kauft man optimalerweise nicht von unbekannten Anbietern über Auktionsplattformen, sondern von renommierten Edelmetallhändlern oder Anbietern, die z.B. im Berufsverband des Deutschen Münzenfachhandels aufgenommen sind. Betrüger sind dort keine Mitglieder. Es nützt nichts, einem Betrüger 49 Euro für einen gefälschten Goldbarren zu überweisen, wenn dieser bei einem seriösen Händler "in echt" 50 Euro gekostet. Man hat dann nicht 1 Euro gespart, sondern 49 zum Fenster hinausgeworfen :-)